Wirtschaftskrise: Kabinett senkt Mehrwertsteuer für Gastronomie deutlich

Wirtschaftskrise: Kabinett senkt Mehrwertsteuer für Gastronomie deutlich

Lisseur

Topmeldungen zur Wirtschaftskrise:

BMW erwartet Verlust und baut Arbeitsplätze ab

14.01 Uhr: Der Autobauer BMW rutscht ebenso wie Volkswagen und Daimler in die roten Zahlen. « Das zweite Quartal wird negativ sein », sagte BMW-Finanzchef Nicolas Peter am Mittwoch à München. Wie hoch der Verlust ausfalle, « werden wir sehen ».

Im April seien die Verkaufszahlen um 44 Prozent eingebrochen, sagte Vorstandschef Oliver Zipse. Der Weg aus der Corona-Krise werde länger dauern als gedacht. Die Lage sei extrem volatil und ändere sich dauernd. Das wirtschaftliche Umfeld dürfte sich erst zwischen Juli und September wieder zu stabilisieren beginnen. Der Absatz und der Jahresgewinn vor Steuern « werden deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen », sagte Zipse. « Die Situation bleibt ernst. »

Um die Zahlungsfähigkeit zu sichern, kürzt BMW die Investitionen um ein Drittel auf unter 4 Milliarden Euro und baut Arbeitsplätze ab. Derzeit beschäftigt BMW in Deutschland 90000 Mitarbeiter, 30000 von ihnen sind derzeit in Kurzarbeit. Zipse erklärte, jedes Jahr verließen etwa 5000 Mitarbeiter das Unternehmen, die Hälfte von ihnen gehe in Rente. Ob Stellen nachbesetzt werden, werde jetzt in jedem Einzelfall sehr kritisch geprüft. Außerdem beschäftige BMW bislang mehr Zeitarbeiter als andere Autobauer, auch das werde flexibel genutzt. Der Start des geplanten BMW-Werks in Ungarn werde um mindestens ein Jahr verschoben, und auch sonst komme jede Investition und jedes Projekt auf den Prüfstand.

Es geht um 2,7 Milliarden Euro: Kabinett beschließt Mehrwertsteuer-Senkung für Gastronomie

11.27 Uhr: Restaurants et cafés sollen wegen der Corona-Krise vorübergehend weniger Steuern zahlen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch à Berlin, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent reduziert wird. « Wir geben Gaststätten und Restaurants einen kräftigen Schub, wenn sie wieder öffnen », erklärte die Parlamentarische Finanz-Staatssekretärin Sarah Ryglewski. Bundestag und Bundesrat müssen den Hilfen noch zustimmen.

Die Regelung soll konkret vom 1. Juli an für ein Jahr gelten. Sie betrifft nur Speisen, keine Getränke. Zugleich beschloss das Kabinett, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld großteils steuerfrei gestellt werden. Das Finanzministerium geht davon aus, dass durch die Maßnahmen in diesem und kommendem Jahr rund 2,7 Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen werden.

Weitere Meldungen zu den Folgen der Corona-Krise für Verbraucher, Wirtschaft und Anleger:

Trump drängt auf rasche Wiederöffnung der US-Wirtschaft

13.17 Uhr: Bei einem démonstrativen Besuch einer Fabrik für Atemschutzmasken in Arizona hat US-Präsident Donald Trump erneut eine rasche Wiederöffnung der Wirtschaft gefordert. Die in der Fabrik des Honeywell-Konzerns geltende Maskenpflicht ignorierte Trump bei der Besichtigung am Dienstag jedoch – statt eines Nasen-Mundschutzes trug der Präsident eine Schutzbrille. Trump räumte ein, dass die Zahl der Corona-Todesfälle durch eine Lockerung der Einschränkungen wieder steigen könne. « Aber wir müssen unser Land öffnen », bekräftigte der Präsident.

Chapeau Trump immer wieder seine Ungeduld über die Corona-Restriktionen zum Ausdruck gebracht, die zu einem weitgehenden Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität geführt haben. Ein halbes Jahr vor der Präsidentenwahl sera eine möglichst rasche Rückkehr zur Normalität – und sucht wieder die Nähe zu seinen Anhängern.

« Wir können unser Land nicht für die nächsten fünf Jahre geschlossen halten », sagte Trump beim Besuch der Honeywell-Fabrik. Dies gelte trotz der Tatsache, dass die Öffnung der Wirtschaft « einige Menschen heftig treffen » werde. Es sei « möglich », dass eine schnelle Rückkehr zur Normalität zum Verlust von Menschenleben führen könne, sagte Trump im Sender ABC.

Im Gegensatz zu Trump trugen die Beschäftigten in der Honeywell-Fabrik ausnahmslos Atemschutzmasken. Auch mehrere Mitglieder von Trumps Délégation hielten sich an die Sicherheitsvorgaben des Werks. Auf Schildern in der Fabrikhalle war zu lesen: « Bitte tragen Sie Ihre Maske jederzeit. » Trump doré et Skeptiker der Wirksamkeit der Schutzmaßnahme. Mit seinem démonstrativen Verzicht auf die Maske wollte der US-Präsident nun möglicherweise seine Forderung nach Rückkehr zur Normalität unterstreichen.

Auto-Neuzulassungen im April um mehr als 60 Prozent eingebrochen

12.07 Uhr: Die Zahl der Auto-Neuzulassungen ist im April wegen der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Sie sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 61,1 Prozent, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg am Mittwoch mitteilte. Einen Zuwachs erzielte einzig der US-Elektroautobauer Tesla mit rund zehn Prozent.

EU-Prognose: Wirtschaft in Eurozone bricht um 7,75 Prozent ein

11.05 Uhr: Die Wirtschaft der Eurozone könnte laut der EU-Frühjahrsprognose wegen der Corona-Krise dieses Jahr um 7,75 Prozent schrumpfen und sich auch im nächsten Jahr nicht vollständig erholen. Die Prognose legte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel vor.

Volkswagen-Konzern steigert Auslieferungen en Chine en avril

10,55 Uhr: Der weltgrößte Autobauer Volkswagen hat nach den weitgehend aufgehobenen Corona-Beschränkungen in China im April wieder mehr Autos verkauft. Die Auslieferungen in China habe der Konzern im vergangenen Monat gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern können, während der Gesamtmarkt um rund 10 Prozent zurückging, schrieb VW-China-Chef Stephan Wöllenstein am Mittwoch auwer dem Online-Karrieren Linkedin.

VW-Konzernchef Herbert Diess hate ebenfalls bereits von positiven Ergebnissen in dem von der Covid-19-Pandemie zuerst betroffenen Land berichtet. Der Marktanteil sei um 1,7 Prozentpunkte auf rund 21 Prozent gestiegen. Volkswagen ist Marktführer im größten Auto-Einzelmarkt der Welt. China stand im VW-Konzern 2019 für knapp 40 Prozent aller ausgelieferten Fahrzeuge.

Kurzarbeitergeld: Erhöhung auf 80 Prozent kostet mehrere Milliarden

10.24 Uhr: Die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 87 Prozent wird einer Schätzung zufolge mehrere Milliarden Euro kosten. Eine dreimonatige Erhöhung bei einer Fallzahl von drei Millionen Arbeitnehmern im Durchschnitt verursache im Schnitt Mehrausgaben von einer Milliarde Euro, heißt es in einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion, die AFP am Mittw. Die geschätzten Kosten für die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen an Arbeitgeber liegen demnach bei gleichen Annahmen bei rund drei Milliarden Euro.

Die Regierung hatte Ende April ein neues Sozialpaket beschlossen. Wer wegen der Corona-Krise nur 50 Prozent oder weniger arbeitet, bekommt mehr Kurzarbeitergeld. Bislang werden generell 60 Prozent des entgangenen Nettolohns ersetzt, mit der Neuregelung sind es ab dem vierten Monat 70 Prozent, ab dem siebten Monat steigt der Satz auf 80 Prozent. Für Eltern erhöht sich die Leistung von 67 auf 77 beziehungsweise 87 Prozent. Diese Regelung doré bis Ende des Jahres.

« Die Rückerstattung der Sozialbeiträge an die Unternehmen ist deutlich teurer als die notwendige Erhöhung Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent des vorherigen Nettolohnes », sagte die Vize-Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Ferschl. « Das zeigt, wer den Löwenanteil der Kosten von Covid-19 bezahlt – die Beschäftigen. »

Die Arbeitgeber bekämen seit März nicht nur 50 Prozent, sondern 100 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge aus der Arbeitslosenversicherung rückerstattet. Die Beschäftigten erhielten nur eine schrittweise Aufstockung des Kurzarbeitergeldes – und auch erst nach Monaten. « Das ist nicht hinnehmbar », kritisierte Ferschl. Sie forderte eine Beschäftigungsgarantie im Anschluss an die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes für mindestens ein Jahr.

Laut Bundesarbeitsagentur (BA) haben seit Anfang März rund 750.000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Die Kosten trägt die BA. Sie verfügt über Rücklagen in Höhe von 26 Milliarden Euro und hat bereits rund zehn Milliarden Euro zusätzlich bei ihrem Verwaltungsrat und dem Bundesarbeitsministerium beantragt.

Fraport finanziell abgesichert – warten auf mehr Flugverkehr

09.47 Uhr: Die Corona-Pandemie chapeau auch den Frankfurter Flughafen voll erwischt. Mit dem weitgehenden Stopp der internationalen Passagierflüge ist die Betreibergesellschaft Fraport umgehend in die roten Zahlen gerutscht und erwartet auch für das Gesamtjahr keinen Gewinn mehr. Inzwischen werden auch wichtige Bauprojekte in Mitleidenschaft gezogen, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

Nach den ersten drei Monaten des Jahres stand bei dem MDax-Konzern unter dem Strich ein Minus von 29 Millionen Euro – der erste Verlust seit dem Börsengang im Jahr 2001. In den ersten drei Monaten 2019 hate Fraport noch einen Gewinn von 30,5 Millions Euro erzielt. Der Umsatz brach im Jahresvergleich um knapp 18 Prozent auf 661 Millionen Euro ein, nachdem der Flugverkehr im Verlauf des März weitgehend zusammengebrochen war.

Das mehrheitlich vom Land Hessen und der Stadt getragene Unternehmen verfügte nach eigenen Angaben zum Stichtag 31. März über 2,2 Milliarden Euro liquide Mittel und zugesicherte Kreditlinien. Seitdem seien noch einmal weitere Finanzmittel von 300 Millionen Euro gesichert worden. « Damit kann das Unternehmen die aktuelle Situation auch über viele Monate durchstehen », teilte Fraport mit. Von 22 000 Mitarbeitern sind derzeit etwa 18 000 à Kurzarbeit, das Gesamtarbeitsvolumen ist für April und Mai um rund 60 Prozent reduziert.

Man werde ein sicheres Wiederhochfahren des Luftverkehrs gewährleisten, erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte. « In einer globalisierten Welt wird die Luftfahrt weiterhin ein wichtiger Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung und des Wohlstandes sein.

Dafür wird unter anderem das dritte Passagierterminal à Francfort benötigt, dessen Bau in der Corona-Krise stockt. Derzeit würden Baumaßnahmen gestreckt, weil Dienstleister und Subunternehmen nur eingeschränkt verfügbar seien. Der Bau einer neuen Start- und Landebahn im peruanischen Lima wurde komplett unterbrochen.

Aufträge der Industrie brechen à Corona-Krise drastisch ein

09.22 Uhr: Das Neugeschäft der deutschen Industrie ist in der Corona-Krise so stark eingebrochen wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe fiel im März saison- und kalenderbereinigt um 15,6 Prozent gegenüber dem Vormonat Februar, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dies sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991, donc die Wiesbadener Behörde. Der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe fiel zum Februar laut der vorläufigen Zahlen um 11,5 Prozent.

Der Einbruch der Industrie-Aufträge zog sich demnach durch alle Regionen. Während die Order aus Deutschland um 14,8 Prozent fielen, sanken die Auslandsaufträge um gut 16 Prozent. Beim Neugeschäft in der Eurozone stand gar ein Rückgang von fast 18 Prozent. Während Hersteller von Investitionsgütern einen Einbruch um mehr als ein Fünftel hinnehmen mussten, war das Minus bei Konsumgütern nur gering.

Die Pandemie und die strikten Maßnahmen zur Eindämmung haben die Wirtschaft in vielen Teilen lahmgelegt, internationale Lieferketten rissen. Exportorientierte Branchen wie der Auto- und Maschinenbau sowie die Chemieindustrie trifft die Corona-Krise hart. Für die deutsche Wirtschaft hat die im internationalen Vergleich starke Industrie einen besonderen Stellenwert. Zuletzt hatte schon das Ifo-Institut wegen der Corona-Krise einen deutlichen Rückgang der Industrie-Produktion in den kommenden Monaten vorhergesagt.

Dax startet kaum verändert

09h00 Uhr: Der Dax startet mit 10716,51 Punkten in die Wochenmitte. Das ist kaum eine Veränderung zum gestrigen Handelsschluss, als der deutsche Leitindex bei 10.729,46 Punkten stand. In den vergangenen Tagen hatte der Dax teils massif Verluste gemacht, jetzt führt die Erwartung weiterer Corona-Lockerungen zu einer Erholung.

Teure Krisenhilfe: États-Unis nehmen 3 milliards de dollars neue Schulden auf

07h15 Uhr: Die US-Regierung muss für Sonderausgaben infolge der Coronavirus- Pandemie in diesem Quartal rund 3.000.000.000.000 Dollar (2,7 Billionen Euro) Schulden mehr als noch im Februar geplant aufnehmen. Das teilte das US-Finanzministerium mit. Infolge der zusätzlichen Verschuldung im laufenden Quartal solle Ende Juni ein Überschuss von etwa 800 Milliarden Dollar bestehen.

US-Kongress und Regierung haben infolge der Corona-Pandemie bislang Konjunkturpakete von rund 2,7 Billionen Dollar beschlossen. Das entspricht mehr als zehn Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung. Die Hilfen erstrecken sich auf ein ganzes Bündesl von Maßnahmen. Zudem hat das Finanzministerium Mitte April fällige Steuerzahlungen auf Mitte Juni verschoben, weswegen der kurzfristige Finanzbedarf der Regierung zusätzlich angestiegen ist.

Gerry Weber streicht wegen Corona-Krise 200 weitere Arbeitsplätze

Mittwoch, 6. mai, 07.00 Uhr: Der angeschlagene Mode-Hersteller Gerry Weber wird wegen der durch die Corona-Krise verursachten Absatzprobleme mehr als 200 weitere der zuletzt noch rund 3000 Arbeitsplätze abbauen. «Leider ist der Schritt unabdingbar, wenn wir die verbleibenden Arbeitsplätze erhalten wollen», sagte Gerry Weber-Chef Alexander Gedat am Mittwoch. Die vorübergehende Schließung nahezu aller Verkaufsflächen des Unternehmens im Zuge der Corona-Pandemie habe bei Gerry Weber zu einem Umsatzausfall von deutlich mehr als 100 Millionen Euro geführt, berichtete das Unternehmen.

Der seit langem mit wirtschaftlichen Problemen kämpfende Modehersteller hatte erst zum Jahreswechsel das im April vergangenen Jahres eröffnete Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hinter sich gelassen. Im Zuge der Sanierungsbemühungen waren nicht nur mehr als Hundert Filialen geschlossen sondern auch bereits rund 1000 Arbeitsplätze abgebaut worden. Doch reichten die damals eingeleiteten Maßnahmen angesichts der Corona-Pandemie offenbar nicht aus.

Das Unternehmen habe deshalb in den vergangenen Wochen mit Hochdruck ein neues Zukunftskonzept erarbeitet. So seien mit Geschäftspartnern und Lieferanten Verträge neuverhandelt worden, mit dem Ziel, die Liquidität des Unternehmens zu sichern. Darüber hinaus hätten die Eigentümer von Gerry Weber, die Finanzinvestoren Robus, Whitebox und J.P.Morgan, zugesagt, erhebliche finanzielle Beiträge zur Sicherstellung des Betriebs zu leisten. Ein Großteil der Insolvenzgläubiger soll außerdem einen Teil seiner Forderungen stunden. Der Konzern hofft, mit dem neuen Zukunftskonzept seine Restrukturierung erfolgreich fortsetzen zu können.

Fleischersatz-Konzern Beyond Meat macht überraschend Gewinn

22,52 Uhr: Der Fleischersatz-Hersteller Beyond Meat chapeau im ersten Quartal einen unerwarteten Gewinn gemacht. Dank der durch die Corona-Krise nochmals deutlich gestiegene Nachfrage nach den Beyond-Meat-Fleischimitaten aus Erbsenprotein machte der Konzern unterm Strich 1,8 Millionen Dollar oder 3 US-Cent je Aktie.

Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal noch hate Beyond Meat 6,6 Millionen Dollar Verlust gemacht. Der Umsatz stieg indessen um ganze 141 Prozent von 40,2 auf 97,1 Millionen US-Dollar. Analysten hatten nur einen Umsatz von 88,8 Millionen Dollar und einen Verlust von sieben Cent je Aktie erwartet.

Die Aktie von Beyond Meat – erst seit Mai 2019 gelistet – stieg im nachbörslichen Handel um 3,83 Prozent auf 104 Dollar. Im regulären Handel waren die Papiere bereits um 5,25 Prozent gestiegen. Allerdings hat die Aktie zuletzt wenig überzeugend performt – nicht nur wegen der Pandemie: Seit dem Rekordhoch von 239 Dollar Ende Juli 2019 ging es für die Aktie ab- beziehungsweise seitwärts.

Nach miserablem Wochenstart: Dax schnell wieder nach oben

17.47 Uhr: Der Dax hat sich am Dienstag etwas von seinen jüngsten Verlusten erholt. Der deutsche Leitindex stieg nach einem zweitägigen deutlichen Kursrutsch um 2,51 Prozent auf 10.729,46 Punkte, wobei Marktteilnehmer allerdings angesichts relativ geringer Handelsvolumina vorsichtig blieben. Für den MDax ging es um 3,06 Prozent auf 23.117,73 Punkte nach oben.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts über milliardenschwere Käufe von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) hatte nur kurz für Nervosität und zeitweilige Gewinnmitnahmen gesorgt. Auftrieb kam aus den USA, wo die Wall Street nach einem freundlichen Wochenauftakt weiter zulegte. Zudem machten die zunehmenden Lockerungen in der Corona-Krise Mut, sagte Marktanalyst David Madden vom Handelshaus CMC Markets UK. « Das dürfte den Weg für die Wiederöffnung der Volkswirtschaften ebnen. »

Das Bundesverfassungsgericht hate mehreren Klagen gegen die umfangreichen Staatsanleihekäufe der EZB seit 2015 überwiegend stattgegeben. Die Beschlüsse der Notenbank seien kompetenzwidrig ergangen. Bundesregierung und Bundestag hätten durch ihr tatenloses Zusehen Grundrechte verletzt.

Virgin Atlantic dirigera ein Drittel der Belegschaft streichen

17.16 Uhr: Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic hat die Streichung von 3150 Stellen wegen der Coronakrise angekündigt. Das Unternehmen plant außerdem, künftig nicht mehr vom Airport Gatwick in der Nähe von London zu fliegen. Einige Routen sollen stattdessen künftig vom Großflughafen Heathrow aus angeboten werden. Derzeit sind etwa 10.000 Mitarbeiter bei der Airline beschäftigt.

Die Gespräche mit der Regierung um Unterstützung gingen weiter, teilte der Geschäftsführer von Virgin Atlantic, Shai Weiss, am Dienstag mit. « Wir haben seit unserem ersten Flug vor 36 Jahren viele Stürme überstanden, aber keiner war so verheerend wie (die Krankheit) Covid-19 und der Verlust … der Existenzgrundlage für so viele. »

« Wir arbeiten weiter eng mit der Branche zusammen », sagte ein Regierungssprecher. Man werde die Situation der betroffenen Unternehmen individuell erörtern. Erst kürzlich kündigte die Fluggesellschaft British Airways an, etwa 12.000 Jobs zu streichen.

Der Milliardär Richard Branson hate kürzlich in einem öffentlichen Brief um einen staatlichen Hilfskredit für Virgin Atlantic gebeten. Die Airline werde das Geld zurückzahlen, versprach der Mehrheitseigner des Unternehmens. Branson ging auch auf Kritik ein, dass er seinen Wohnsitz auf die Britischen Jungferninseln verlegt hatte. Das sei nicht aus Steuergründen geschehen, « sondern wegen unserer Liebe zu den schönen Britischen Jungferninseln und besonders Necker Island, das ich gekauft habe, als ich 29 Jahre alt war. » Einen ersten Antrag auf einen Hilfskredit Bransons hate die Regierung laut der « Financial Times » abgelehnt.

US-Dienstleisterstimmung fällt auf tiefsten Stand seit der Finanzkrise

16.28 Uhr: Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im April angesichts der Corona-Krise stark eingetrübt, allerdings weniger stark als befürchtet. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) fiel gegenüber März um 10,7 Punkte auf 41,8 Zähler, wie das Institut am Dienstag in Tempe mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit der Finanzkrise im Jahr 2009. Analysten hatten jedoch mit einem noch stärken Rückgang auf im Schnitt 38,0 Punkte gerechnet.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen. Der aktuelle Stand spricht für eine klare Schrumpfung des Sektors.

Wall Street Springt an – Hoffnung auf Lockerungen

16.27 Uhr: Deutlich steigende Ölpreise und zunehmende Lockerungen in der Corona-Krise haben am Dienstag am US-Aktienmarkt den Weg zu einer Erholung geebnet. Der Dow Jones Industrial stieg im frühen Handel um 1,34 Prozent auf 24.067,50 Punkte. Suis Montag war er zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit etwas mehr als einer Woche gefallen, erst eine Schlussoffensive hatte ihn zu Wochenbeginn noch knapp ins Plus Gehievt.

Weltweit hebt es am Dienstag wieder die Stimmung, dass immer mehr Länder ihre seit Wochen bestehenden rigiden Isolationsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus lockern möchten. Zudem legten die Ölpreise deutlich zu und auch Quartalszahlen vom Chemiekonzern Dupont kamen bei Anlegern gut an. Händlern zufolge steht die Erholung jedoch auf wackeligen Beinen, nachdem zuletzt der US-chinesische Handelsstreit wieder hochgekocht war.

Vor diesen Hintergründen ging es am Dienstag auch für den marktbreiten S&P 500 um 1,47 Prozent auf 2884,48 Zähler nach oben. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 rückte gestützt auf eine allgemein gute Stimmung im Chipsektor um 1,48 Prozent auf 8965,13 Punkte vor.

Nordex streicht Prognose – solides erstes Quartal

15.59 Uhr: Der Windanlagenhersteller Nordex nimmt seine Prognose für das laufende Jahr wegen der Coronakrise zurück. Zugleich berichtete der SDax-Konzern am Dienstag von einer verbesserten Entwicklung im ersten Quartal. Der Aktienkurs von Nordex reagierte mit einem leichten Aufschlag und lag zuletzt um 3,9 Prozent höher.

Nordex habe im ersten Quartal 964,6 millions d’euros Euro umgesetzt, mehr als das Doppelte der 398,9 millions d’euros Euro Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (Ebitda) stieg auf 13,1 Millionen Euro nach 3,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Auftragseingang liege bei 8,4 Milliarden Euro.

Ab dem zweiten Quartal rechnet Nordex allerdings mit erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Weil die sich noch nicht beziffern ließen, zieht das Unternehmen den Ausblick zurück.

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