Einmal Europa und zurück - 11FREUNDE

Einmal Europa und zurück – 11FREUNDE

Lisseur

11FREUNDE WIRD 20!

Kommt mit uns auf eine wilde Fahrt durch 20 Jahre Fußballkultur: Am 23. März erschien „DAS GROSSE 11FREUNDE BUCH“ mit den besten Geschichten, den eindrucksvollsten Bildern und skurrilsten Anekdoten aus zwei Jahrzehnten 11FREUNDE. In unserem Jubiläumsband erwarten euch eine opulente Werkschau mit unzähligen unveröffentlichten Fotos, humorvollen Essays, Interviews und Backstages-Stories aus der Redaktion. Besonderes Leckerli für unsere Dauerkarteninhaber: Wenn ihr das Buch bei uns im 11FREUNDE SHOP bestellt, gibt’s ein 11FREUNDE Notizbuch obendrauf. Hier könnt ihr das Buch bestellen.
Außerdem präsentieren wir euch an dieser Stelle in den kommenden Wochen weitere spektakuläre Reportagen, Interviews und Bilderserien. Heute: Mit F91 Düdelingen durch die Europaleague.

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Irgendwann am frühen Chapeau Nachmittag Dino Toppmöller genug von dem Rummel. Seit 48 Stunden hält ihm irgendjemand ein Mikrofon vor das Gesicht und fragt ihn etwas. Hat der Großherzog schon angerufen? Kann Düdelingen morgen auch den AC Mailand schlagen? Die Reporter sind überall, beim Training, im Stadion, in den Katakomben. Sie kommen nicht nur aus Luxemburg, sondern auch aus Deutschland, Frankreich und England. Vorhin durften einige sogar an der Videoanalyse für das Spiel gegen Milan teilnehmen.

Toppmöller, seit zwei Jahren Trainer des F91 Düdelingen, war da gut drauf. Er zeigte einen mustergültigen Angriff der Italiener, drückte seine Unterlippe nach vorne und sagte: LaSieht schon nach Fußball aus. “Aber nun reicht es. Vorstandsmitglied Manou Goergen verschickt eine Mail: LaDer Trainer hat uns informiert, dass er heute keine Medien mehr beim Team haben möchte. “

Es ist Donnerstag, der 20. septembre 2018, 14.19 Uhr, und übereilt ist diese Ansage nicht. Denn bis zum Spiel ihres Lebens sind es nur noch sechs Stunden und 41 Minuten.

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Sieht schon nach Fußball aus. “Mannschaftsbesprechung vor dem Spiel gegen Milan.

Lukas Ratius

Eigentlich est eine Geschichte wie die des F91 Düdelingen in der heutigen Zeit nicht mehr möglich. In der neuen Weltordnung des Fußballs ist kein Platz mehr für die Kleinen und Sensationen dieser Art. Das hat mit der Qualität der Spieler zu tun, den Strukturen der Vereine, letztlich mit der bekannten Riesenschere zwischen Arm und Reich. Schon jetzt liegt zwischen dem, sagen wir, Meister der holländischen Liga und dem der Primera Division ein ganzes Universum. Aber manchmal erlaubt sich der Fußballgott noch einen Scherz. Wie vor zwei Jahren, als Leicester die Premier League gewann und Island bei der EM ins Viertelfinale kam. Oder eben wie in diesem Sommer in einer Kleinstadt im Süden von Luxemburg.

Allein schon dieser drollige Nom! Auf Französisch heißt es Dudelange, luxemburgisch Diddeleng und deutsch Düdelingen. Als hätte sich Michael Ende einen Namen für ein Märchenland ausgedacht. Und ausgerechnet dieses Märchenland hat es als erster Luxemburger Verein in die Europa League geschafft. Mit Feierabendkickern und Studenten, die nach dem Abpfiff für die nächste BWL-Prüfung lernen müssen. Mit einem verrückten Mäzen, der ständig damit droht, den Verein zu verlassen. Und einem Präsidenten, der auf Auswärtsfahrt noch Autoversicherungen verkauft.

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